Umbau
Wohnung
Zürich, 2025










Das Schweizer Sackmesser
Ein halbes Jahrhundert hat die bestehende Struktur treu Ihre Dienste verrichtet. Mit kleinen Leckagen im Leitungsnetz äussert Sie nun Ihr Bedürfnis nach Zuwendung. Eine weitsichtige Objektstrategie erlaubt eine etappenweise Verjüngungskur im Gebäudeinnern. Die baulichen Eingriffe finden jeweils beim Mieterwechsel statt, mit minimalen Eingriffen in den angrenzenden Wohnungen – eine Kündigung seitens Eigentümer ist nicht nötig.
Die 1978 vom Architekten H.C. Matthys sorgfältig entwickelte Raumaufteilung und die vorgängige Sanierung der Gebäudehülle bilden das Fundament für den inneren Eingriff. Eine Frühstückstheke führt nun die Sonne zum Eingangsbereich, eine Schiebewand öffnet den Wohnraum wahlweise zur Küche, zum Flur – oder eben auch nicht.
Das beengte und angestaubte Badezimmer muss zur Stärke werden. Nicht durch eine räumliche Vergrösserung, sondern durch edle Materialien und eine elegante Ausstattung. Abgerundet werden die Massnahmen mit einem Lüftungskonzept, welches zwischen der hochdichten Gebäudehülle, dem gemütlichen Cheminée im Wohnzimmer und einem sparsamen Umgang mit beheizter Luft vermittelt.
Der atemberaubende Blick über die Baumkronen, die Vierungskuppel der Kreuzkirche und den glitzernden Zürichsee in die Hügelkette am westlichen Seeufer:
Der war schon vorher da.
Zeitraum | 2025
Bauherrschaft | Privat
Ort | 8032 Zürich
Bausumme | CHF 290'000.–
Leistungen | Konzeption, Projektierung, Ausführungsplanung, gestalterische Leitung und Bauleitung
Fotos | Zeljko Gataric
