Wettbewerb Werkhof Bülach

Schichtung und Reihung bestimmen die Organisation von Verkehrsflächen und Gebäude des Werkhofs. Die Erschliessung ist als einfache Umfahrt mit klarer und übersichtlicher Verkehrsführung angelegt und bedient über die Längsseiten der Gebäude die verschiedenen Nutzungen. Die Struktur der Gebäude als Holzkonstruktion auf Betonfundamenten zieht sich als Reihung gleicher/ähnlicher Elemente über alle Nutzungszonen hinweg. Prägendes Element sind die hohen Brettschichtholz-Träger, die im Bereich der weit auskragenden Vordächer markant in Erscheinung treten und die zurückliegende Holzschalung, die Hallentore und Arbeitsbereiche an der Fassade vor der Witterung schützen.

Kern der Anlage ist der zweigeschossige Gebäudeteil, in dem die höher installierten Bereiche konzentriert sind, im Obergeschoss die Büros, Umkleiden und gemeinsam genutzten Aufenthaltsbereiche. Im Erdgeschoss liegen der Laborbereich sowie die Werkstätten und Waschanlage zentral und direkt angebunden an die Technikflächen. Diesen Kern der Anlage flankiert die grosse Einstellhalle mit ihrer einfachen und flexibel nutzbaren Struktur.

Die klare Gesamtanlage sorgt zusammen mit dem einfachen Aufbau des Tragwerks für eine gute Wirtschaftlichkeit in der Erstellung und Flexibilität sowie Erweiterbarkeit in der Nutzung. Die weitgehende Verwendung von Holz im Tragwerk und der Boden-, Dach-, Wand- und Fassadenkonstruktion ist in der Erstellung ökonomisch und ökologisch. Zugleich sorgt sie über einfache Ersetzbarkeit von Teilen/Schichten und die gute Rückbau- und Wiederverwertbarkeit über den gesamten Nutzungszyklus hinweg für eine nachhaltige Lösung.

 

Bauherrschaft | Kanton Zürich Hochbauamt
Ort | Reitergasse, 8180 Bülach
Zeitraum | 2016
Kubatur | 27'000 m3 SIA 416
Leistungen | Offener Projektwettbewerb, Neubau Werkhof Bülach


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